Freundesbrief 2011 - Erzgebirgisches Hilfswerk Deutschland e.V.

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An die Freunde des Erzgebirgischen Hilfswerk Deutschland e.V.

Dezember 2011


"Auch die dunkelste Wolke hat am Rand einen silbernen Streifen"


Liebe  Freunde und Begleiter unseres Vereines !

Dieses alte chinesische Sprichwort ist uns Hilfswerkern sehr oft begegnet.
Oft sahen wir bei unseren Einsätzen dunkle Wolken - sehr dunkle Wolken. In den meisten Fällen wurde der kleine silberne Streifen, wenn man ihn sehen will, ein leuchtender Stern.
Liebe Freunde, ich spreche von den unzähligen Leidenswegen von Menschen.
Wir konnten im vergangenen Jahr wie schon so oft vielen Menschen helfen, die diesen kleinen Schein nicht sehen konnten.

Am Neujahrstag 2011 besuchten wir hunderte  Menschen im Blechcontainerdorf
von Dorohoi in Rumänien. In dieser Stadt verloren im Jahr 2010  Menschen im Hochwasser ihr Leben, 600 Häuser (für uns als Hütten zu bezeichnen) wurden völlig zerstört. Gleich im ersten Container viel mir eine alte weinende Frau um den Hals. Schluchzend berichtete Sie vom Tod ihrer Tochter, der Enkel  lebt nun bei ihr. Nur wenige Grad über Null zeigte das Thermometer im Container.
Täglich erhielten alle im Containerdorf eine warme Mahlzeit, Dank auch durch Sie, die uns immer und immer wieder unterstützen, damit wir helfen können.
Den zirka 125 Kindern bereiteten wir Freude mit Geschenkbeuteln.

Durch den Oberbürgermeister  wurde in bewegenden Worten für die Hilfe aus
Deutschland gedankt. Besonders hob er hervor, dass es Menschen in 1700 km Entfernung gibt, die an Bedürftige denken und handeln.

Dieses nicht alleingelassen sein gab ihm die Motivation für sein Handeln, so seine Worte. Dieses Gespräch war sehr bewegend und stimmte uns nachdenklich.

Wie mit den Leuten vor Ort abgestimmt, wurden 105 m³ Hilfsgüter im April 2011
nach Dorohoi geschickt. Teller, Tassen, Besteck, Krankenhausbetten, Bettwäsche,
Handtücher, Töpfe und weitere Haushaltsgegenstände gingen zu den Bedürfti-gen.

Über Konkreteres wird ein Brief zu Ostern informieren.

Unser Operationsprogramm konnte auch im vergangenen Jahr gut fortgesetzt werden. Einige Kinder können leben - Dank Ihrer Spenden.

Mit dem Kloster Vorona gemeinsam konnten wir Hilfsbedürftige finden und konkrete Hilfe leisten. Durch eine Nonne, welche mit dieser sozialen Arbeit beauftragt ist, wurde uns eine Aufstellung mit den Namen der ärmsten Familien in den umliegenden Dörfern übergeben. Mit dieser wertvollen Vorbereitung sind
wir sehr effizient geworden. Täglich wird Not erlebt. Hungernde, frierende  und
Hoffnung aufgebende Menschen werden in abgelegenen Hütten besucht. Immer neues Leid zu sehen muss auch von den Helfern verkraftet werden.
Dank Ihrer Hilfe im vergangenen Jahr konnten wir viel der genannten Not lindern und diesen Menschen den hellen Schein am Rande der dunklen Wolke zeigen.

Bei weihnachtlichen Klängen schreibe ich diese Zeilen, vergessen ist die Ohn-macht, nicht allen helfen zu können, in Gedanken wird bereits die nächste Hilfe geplant.

Weihnachten steht vor der Tür.

Liebe Leser, gleich ob Mitglieder oder Unterstützer des Erzgebirgischen Hilfs-werk Deutschland e.V.  Wir wünschen Ihnen eine schöne und ruhige Weihnacht, Gesundheit für das neue Jahr  verbunden mit der Bitte , die Menschen die uns brauchen nicht zu vergessen.  Danke !  



Eberhard  Dürigen
Vorsitzender des Erzgebirgischen
Hilfswerk Deutschland e.V.

 
28.01.2019
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