Freundesbrief 2012 - Erzgebirgisches Hilfswerk Deutschland e.V.

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An die Freunde des
Erzgebirgischen Hilfswerk Deutschland e.V.

Dezember 2012

Liebe Freunde, Mitstreiter und Begleiter unseres Vereines !


In der Vorweihnachtszeit wird wieder sehr um Spenden gebeten. Leider sind auch "Schwarze Schafe" darunter. In der  Presse und im Fernsehen wurde deshalb auf das DZI Spenden-Siegel verwiesen, welches Vereine nach Prüfung durch das Deutsche Zentralinstitut in Berlin erhalten können. Was dabei aber nie erwähnt wird, dass dieses Siegel mit viel Geld verbunden ist - und dies jährlich.
Deshalb haben wir unseren Antrag zurückgezogen, denn erst nach Einreichung aller Unterlagen und Vorprüfbescheid wurden uns die Kosten genannt, die ja aus Spenden beglichen werden müssten. Aus diesem Grund tragen wir dieses Siegel nicht. Wir hoffen, dass dies auch in Ihrem Sinne ist, liebe Spender.

Im Osterbrief zeigten wir auf, was unsere Pläne und Sorgen in diesem Jahr waren. Es wurde geschafft, was wir uns vorgenommen hatten:

-   der Spielplatz steht in Dorohoi,
-   die Fußbodenbeläge in der Physiotherapie in Botosani sind erneuert,
-   die Wasserdesinfektionsanlage im Kloster Vorona ist eingebaut und umfangreiche Elektroinstallationsarbeiten wurden ausgeführt,
-   Verbrauchsmaterial in unserer Physiotherapie in Botosani wurden aufgefüllt,
-   medizinische Geräte und Betten wurden ins Krankenhaus Dorohoi gebracht,
-   die Sozialarbeit im und mit dem Kloster Vorona wurde weiter ausgebaut,
-   zahlreiche Familien bekamen durch uns Unterstützung.

Über das Erreichte können wir uns alle freuen.

Während unseres Aufenthaltes im September 2012 spürten wir was es bedeutet, kein Wasser zu haben. Einige Monate fiel kein Tropfen Regen. Die Brunnen sind leer, viele Flüsse ausgetrocknet. Das Vieh wird billig verkauft, da kein Futter mehr vorhanden ist. Das Saatgut wird knapp. Es ist eine sehr schwierige Situation in der Moldau eingetreten. Ursprünglich wollten wir im Winter Lebensmittel verteilen. Jetzt halten wir es aber für sinnvoller, Geld zu sparen, um im Frühjahr mit Saatgut zu helfen.

Rund 2 Jahre haben wir wenig über das Altenheim Leorda berichtet, welches wir maßgeblich mit aufgebaut haben. Unser Freund und Leiter des Heimes wurde auf Grund politischer Umstrukturierungen in Rumänien abgesetzt. Intrigen und Lügen wurden als Gründe für die Absetzung verwendet. Prozesse wurden geführt, von einem Gericht zum anderen verwiesen.
Der Kampf hat sich jedoch gelohnt. Unser Mann ist seit 01.12.2012 wieder Direktor, jedoch haben 2 Jahre Misswirtschaft ihre Spuren hinterlassen. In einem kürzlich geführtem Telefongespräch kam die klare Aussage  - "Ohne Euch schaffe ich es nicht".  Wir werden unsere Kraft und Ihre Hilfe einsetzen, dass es den ca. 150 Heimbewohnern wieder gut geht und kein "Hunger" auf der Speisekarte mehr steht.

Wie in vielen Vereinen in unserem Land fehlen  die jungen Menschen, so auch im EHD. Viele Mitglieder können gesundheitsbedingt nicht mehr aktiv helfen. Wer mithelfen will, kann sich jederzeit bei uns informieren, 23 Jahre Hilfswerk wollen wir nicht beenden müssen, deshalb suchen wir neue Mitstreiter.

Weihnachten naht, in wenigen Tagen ist es soweit - was wünschen wir uns.
Ich wünsche uns Politiker in unserem Land, die für ihre Bevölkerung da sind; Parteien, die in die Zukunft schauen und   Andersdenkende  akzeptieren;  Frieden auf der Welt,  besonders in den im Nahen Osten kriegführenden Ländern; Nahrung für alle Menschen und ein würdevolles nebeneinander leben, gleich welcher Konfession der Einzelne ist.

Mit diesen Gedanken wünsche ich Ihnen ein besinnliches Weihnachten, Gesundheit und Zufriedenheit im kommenden Neuen Jahr.

Danke sagen möchte ich für Ihre bisherige Unterstützung, gleich welcher Art.


Eberhard Dürigen
Vorsitzender
des Erzgebirgischen Hilfswerk Deutschland e.V.





 
28.01.2019
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